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Gerd von Seggern © 2013 KrümelDino NAMASTE; von mir soll Gutes ausgehen . . . . . ▲▲▲▲

Alter:

Das Alter kann man nicht stoppen, aber den Alterungsprozess !


Wie das geht ? - Ganz einfach: Tue das Gegenteil von dem was Du bisher getan hast:


Werde ruhiger und gehe anders mit Deiner Gesundheit um;

     Ändere Dein Leben !

OVER. ENDE. Der Tod. Und was dann ?

Als das Schiff auf Reise ging . . .

Ich erinnere mich an die Situation der Abfahrt,

noch war das Schiff im Ablegehafen fest vertaut,

kurz zuvor saßen wir noch gemütlich bei einer Tasse Tee zusammen.

Wir verabschiedeten uns und reichten uns ein letztes mal die Hand,

und sprachen uns gute Worte zu. Nun würde es an der Zeit sein, von Bord zu gehen.

Mein Wegbegleiter übernahm das Steuerrad für seine Fahrt. Seine letzte.


Die Abendsonne neigte sich in vertrauter Weise dem Horizont, wie herrlich war sie doch anzusehen; ach wäre dieser Ablauf doch noch hinauszuzögern möglich gewesen.

Der Anker des Lebens wurde angehoben, und die Leinen wurden eingeholt.

Es verlor sich der Halt. Das Schiff schwankte in ersten Nuancen, es könnte wohl bald soweit sein.


Ich winkte hinterher, und mein Freund sah dass,

und so konnte er beruhigt von seinen fesselnden Gedanken loslassen,

er sei womöglich nicht fest in meinem Herzen verankert; dem war nicht so,

und in vollem Vertrauen unserer beider Freundschaft, stand er beruhigt an der Reling.


Der Rettungsring an Bord sollte auf dieser besonderen Reise seinen Platz behalten, und nicht immer nur an das Helfen und an das Dasein für andere erinnern. Nein, dieses mal würde ihn der Rettungsring als Ring des Lebens begleiten, als Zeichen des Gehens ….. und des Wiederkommens; als Kreislauf des Lebens; als Rettungsring des Glaubens und der Zuversicht.


Das Schiff nahm seinen Kurs auf und verkleinerte sich zunehmend in Richtung Horizont.


Die Umrisse waren deutlich schwächer zu vernehmen gewesen, als dann …

die Abendglocke erhallte, während der streichelnde Wind sanft aber bestimmend die letzten Wahrnehmungen des Schiffes übertünchten.


Nun sei es bald „fort“, das Schiff, und auch nicht mehr zu sehen, das Gehende.

Ein letztes mal wurde ein kaum noch zu vernehmendes Hornsignal gesetzt,

welches allen anderen Anwesenden signalisierte, dass sich der raue Seegang des Lebens beruhigt, und sich das Schiff nun in ruhigere Gefilde zubewegt.


Ich winkte ein letztes mal als Zeichen des Grußes, und war in Gedanken:

>De Stürmann geiht von Bord<, erahnte ich wiederum das auf uns zu kommende.

Ein winziger Fleck, und auch der ward sodann verschwunden.  Es ist „fort“, dass Schiff.


Und da wo es für uns am Horizont unsichtbar wurde, bestaunten all diejenigen auf der anderen Seite des Horizontes, dass da ein Schiff kommt. „Direkt auf uns zu“.


Und nun, da sich die heutige Abendsonne wieder dem Horizont zuneigt,

da erinnere ich mich an unseren Abschied, . . . werde ganz leis und still, . . .

und erinnere mich daran, dass auch meine Zeit nicht unendlich dahinströmen kann.

Hoffentlich möge noch viel Zeit zur Verfügung stehen, bis auch mein Aufbruch vom derzeitigen Lebenshafen und dem Wellengang des Lebens, hinein in den Horizont des Todes, hinein in eine andere Welt kommen wird.


Gerd von Seggern


Gerd06-06 © Gerd von Seggern


Texel,

Sommer 2011

Als das Schiff  auf die Reise ging Der Tod gehört zum Leben !

Heinz-Oscar von Seggern, Bremen, 1944

Ich träumte,

ich wäre von dieser Welt gegangen.


Der Herr schritt neben mir -

hinter uns blieben zwei Spuren im Sand.

 Weit über uns konnte ich

 das strahlende Himmelstor erkennen.


Ich warf einen Blick zurück,

um all meine Lebensschritte ein letztes Mal zu sehen.

 Auf den leichten, schönen Abschnitten meines Lebens

 sah ich zwei Spuren im Sand.


Aber da, wo der Weg steil und schwierig zu begehen war,

sah ich nur eine Spur.


Ich wandte mich an den Herrn und fragte:

„Oh, Herr, ich glaubte, Du seiest Seite an Seite

mit mir durch´s Leben gegangen -

 in guten, wie in schlechten Zeiten.

 Aber auf den schweren Strecken meines

 Weges sehe ich nur eine Spur. Warum ?“


Da sprach der Herr:

„Mein Kind, ich begleite Dich Dein ganzes Leben,

 doch in den schwersten Zeiten habe ich

 Dich auf meinen Händen getragen“.


(Januar 1995)


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